MARKETING IST EINFACH. ODER?

Von Printwerbung bis online Digital-Marketing. Was ihr wissen müsst, bevor ihr euer Budget herschenkt.

18-08-2017

Geschrieben von Enrico


Betreibt ihr und eurer Unternehmen Marketing? Höchst wahrscheinlich ja! Jedoch ist Marketing nur ein Sammelbegriff für die Ausführung von verschiedenen Handlungen, durch die ihr euer Produkt oder Dienst euerer Zielgruppe näherbringen wollt.

 

Wenn ihr im Besitz eines Klein- oder Mittelunternehmen seid oder in einem arbeitet, ist es wahrscheinlich, dass das Budget zum Konsultieren einer Marketingfirma limitiert ist – oder euer Unternehmen möchte einfach kein Geld für externe Beratung ausgeben, denn "Marketing ist einfach und es wäre närrisch, Geld für sogenannte Experten auszugeben". Das ist teilweise richtig, Marketing ist nicht allzu schwierig – wenn man weiß, wie es richtiggemacht wird und selbst wenn nicht, braucht es wahrscheinlich nur ein paar schnelle Updates, um wieder auf den richtigen Weg zu kommen!

 

In diesem Artikel werden wir über einige, nicht mehr zeitgemäße Tools/Techniken erzählen, die noch immer weit verbreitet sind und definitiv vermieden werden sollte, wenn ihr gerne einen Mehrwert aus euren Marketingausgaben erhalten würdet. Anschließend erzählen wir euch über Online-Marketing und dessen Vor- und Nachteile. Schlussendlich wollen wir herausfinden, ob ihr Marketing selbst machen sollt oder einen Marketingexperten anheuern sollt.


ALTE GEWOHNHEITEN LOSLASSEN


Alte Werbestrategien


Es ist 2017 und noch immer begegnen wir zu vielen Firmen, die veraltete Marketingstrategien anwenden und deshalb astronomische Preise für oft sehr wenig Gegenleistung zahlen. Wir haben zum Beispiel einen Klienten, der uns unlängst eine Anfrage für die Neugestaltung ihrer Website gesendet hat. Aus diesem Anlass haben wir eine ihrer Werbestrategien bemerkt: die Firma kauft noch immer Werbefläche in Telefonbüchern – dieselbe Telefonbuch-Firma hat sich auch um die Website-Präsenz unseres Klienten "gekümmert". Am wichtigsten aber ist, dass dies alles für alles andere als einen günstigen Preis erworben wurde! Die Frage, die sich natürlich stellt ist, wie viele von uns haben noch immer ein Telefonbuch zu Hause? Und wenn ihr eines habt, wie oft benutzt ihr es? Lasst mich raten... Nie!

 

Ist der Grund dafür, dass es in Papierform ist? Nein, ist es nicht. Printwerbung und Informationsmaterial können noch immer vorteilhaft für ein Unternehmen sein. Dennoch kann "Drucken & Aufhängen" schnell teuer werden. Deshalb ist es ratsam, die Strategie gründlich zu durchdenken und sich im Vorhinein zu überlegen, ob Printmaterial überhaupt Sinn macht. Ist es nachhaltig, ein ganzes Land mit gigantischen Printwerbungen zuzupflastern? Wer und wie viele Menschen werden das Poster sehen und lesen? Wie viele Flyer werden schlussendlich im Müll landen, ohne einmal die Beachtung des menschlichen Auges erhalten zu haben? Was hätte erreicht werden können, wenn das gleiche Budget in Online-Marketing investiert worden wäre. Dies sind nur ein paar der Fragen, die ihr euch und euer Marketingteam fragen solltet – wenn ihr eines habt – bevor ihr euch für eine Printkampagne entscheidet.

 

Ausgedrucktes Poster


Nichtsdestotrotz, sollte in jeder Situation eine individuelle Beurteilung durchgeführt werden und deswegen kann nicht pauschal gesagt werden, dass Online-Marketing besser als traditionelles Marketing ist – auch wenn Online-Marketing mit Abstand besser für zwei Dinge ist: das richtige Ziel unabhängig vom physischen Standort der Kunden zu erreichen, und euch einen Eindruck zu geben, wie die Performance eurer Marketingkampagne ist. Trotzdem kann Online-Marketing anstrengend und zeitaufwendig sein. Auch wenn ihr bereits Strategien, wie zum Beispiel Social-Media Werbungen anwendet, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass ihr es noch effizienter machen könntet und in der Folge an Geld sparen könntet und mehr verkaufen könntet.


DER WECHSEL ZU ONLINE MARKETING

 

Also, was kann anders gemacht werden? Um diese Fragen zu beantworten, müsst ihr euch fragen: was ist der Unterschied, ein Produkt in einem Telefonbuch oder auf Facebook zu bewerben?


Der Hauptunterschied zwischen einem Telefonbuch und der Firma dahinter ist, dass diese keine Ahnung haben, wer du bist, wo dein Standort ist und was du machst – während Facebook und ähnliche Tools praktisch alles von dir und natürlich auch von deinen Kunden wissen. All diese Fakten und die immer steigende Anzahl an Leuten, die mit dem Internet vernetzt sind (50% weltweit - 77% in Europa - 88% in Nordamerika), machen Online-Marketing zu einem der effizientesten Wege, eure Zielgruppe zu erreichen.

 

Habt ihr noch Zweifel? Dann solltet ihr bedenken, dass schon zwischen 2013 und 2014, die Anzahl der Leute, die von ihrem Handy auf das Internet zugreifen, die der Computer-Nutzer überstiegen hat (Quelle). Was heißt das? Im Grunde einfach nur, dass ihr eure Zielgruppe quasi von überall aus erreichen könnt, während diese mit dem Smartphone oder Tablet verbunden sind.


Vernetzt durch Smartphone oder Tablet

Der Zugriff auf das Internet ist jetzt von überall aus möglich, sogar beim Fliegen mit einigen Fluglinien!

 

Die professionelle Vermarktung eures Unternehmens, Dienstes oder Produktes bedarf an fundierten Kenntnissen über die Welt des Internets – inklusive dynamischen Elementen von Suchmaschinen (zum Beispiel Google, Bing und Yahoo), Social-Media (zum Beispiel Facebook, LinkedIn und Instagram), bis hin zu einer Menge anderer, regelmäßig verwendeten Begriffen wie WordPress, CMS, E-Commerce, Metatags etc. Damit ihr einen Überblick über die Dinge habt, die ihr dank eurer Marketingstrategie erreichen konntet, ist es wichtig, statistische Ziele zu definieren und einen präzisen Überwachungsplan umzusetzen. Wenn man jedoch erst am Anfang steht und ein Marketeer, der sich um alles kümmert, nicht leistbar ist, heißt das nicht unbedingt, man soll Online-Marketing den Rücken kehren.

 

Beispielweise ist das Internet voll von gratis Ressourcen – denkt mal an YouTube Tutorials – die es einem einfach machen, komplexe Sachen relativ schnell zu erlernen, besonders in Hinsicht auf Online-Marketing Tools. Angenommen ihr betreibt ein brandneues, kleines Hipster-Café im Stadtzentrum und ihr habt absolut keine Zeit für Video-Unterricht, solltet ihr dieses Mal die Finger von Online-Marketing lassen? Die Antwort ist wieder NEIN! Das Mindeste, was ihr sowieso jeden Tag macht, ist Inhalte auf Social-Media Plattformen zu teilen – umsonst.

 

Social-Media

 

Natürlich ist dies keine dauerhafte Lösung, aber fürs erste oder bis eure Tätigkeiten an Stabilität gewinnen, ist die Option, die Leute mit ein paar attraktiven Inhalten, die mit dem Daumen gescrollt werden, wohl der bestmögliche Spielzug – wenn man bedenkt, dass nahezu jeder einen Social-Media Account hat. Alles was ihr zu Beginn braucht ist ein Profil (Twitter und Instagram) oder eine Business-Seite (Facebook und LinkedIn), ein quadratisches Profilbild, ein attraktives Cover-Bild, eine kurze Beschreibung, was ihr macht und schlussendlich... ein paar originelle Ideen, damit die Leute über euch und eure Produkte reden.

 

Angenommen, dass ihr neben eurem lokalen Unternehmen auch eine Affinität für Computer & Internet habt – ihr fürchtet euch nicht davor, einen Einblick in die Welt des Online-Marketings und dessen unendlichen Herausforderungen zu wagen. Was wären dann die nächsten Schritte für euch?

 

Zuallererst ist es wichtig, das große Ganze (Big Picture) zu sehen. Es ist wichtig zu verstehen, welche Art von Aktivitäten unter die Kategorie "Online-Marketing" fallen, da es euch helfen wird zu erkennen, was ihr bereits wisst, aber auch die Dinge, die ihr noch lernen müsst; und vergesst nicht, eine Liste zu schreiben ist nie eine schlechte Idee.


Nehmen wir zum Beispiel an, dass Online-Marketing aus drei Hauptbereichen besteht: "Suchmaschinenoptimierung (SEO)", "Online Reputation" und "Social-Media Marketing". Jeder dieser Bereiche besteht aus einer weiteren Gruppe von Aktivitäten - oder Unterpunkten - die ausgeführt werden; zum Beispiel, wenn ihr im Tourismussektor arbeitet, würdet ihr in dem Bereich "Online Reputation" die Webplattformen wie Yelp, TripAdvisor und Google Reviews managen.

 

Zugegebenermaßen, vor allem wenn wir über fortgeschrittene Instrumente wie Facebook Ads, Google AdWords und Google Analytics reden, benötigt jede Aktivität ausführliche Recherche und Training. Normalerweise bieten alle, fortgeschrittenen Tools ihre eigenen Ratgeber und Kursbereiche und wenn das nicht ausreichend ist, könnt ihr euch immer auf gratis YouTube-Tutorials, oder, ihr meldet euch für premium Online-Kurse auf Plattformen wie Udemy (DE), Udacity (DE) oder Skillshare (EN) an.


Schlussendlich, vergesst nicht, dass Online-Marketing keine Raketenwissenschaft ist. Das heißt, dass euch niemals jemand "DIE" perfekte und ultimative "Online-Marketing Checkliste", die ihr gerne in der Hand halten würdet, geben kann. Nichtsdestotrotz, konnten wir eine ziemlich gute Checkliste von White Hat Media finden - ihr könnt diese hier downloaden - die es definitiv wert ist, einen Blick drauf zu werfen, auch wenn ihr nur nach Inspiration für eure eigene Liste sucht. Keine Panik, es geht alles darum, welche Bereiche, Unterpunkte und Aktivitäten ihr auf eurer To-Do-Liste habt!

 

ZEIT FÜR EXPERTEN

 

Es gibt eine letzte Sache, die wir nicht besprochen haben... Ihr arbeitet hart und euer Unternehmen beginnt ein regelmäßiges Einkommen zu erzeugen – jetzt ist es Zeit, euch auf das zu konzentrieren, was ihr am besten könnt: euren Job.

 

Besprechung

 

Die Verbesserung des operativen Workflows, in Bezug auf Verkauf, interne Kommunikation, Bestandsmanagement, Kundenpflege, Servicequalität und weiteres wird einen Großteil eurer Zeit, Fähigkeiten und Engagement erfordern. Daher könnte das Aufbringen weitere Anstrengungen für den Kommunikationsprozess bedeuten, dass ihr den täglichen Aufgaben weniger Aufmerksamkeit schenkt und könnte in Fakt negative Konsequenzen für das Kundenerlebnis haben – Klienten könnte einen verfälschten Eindruck von Produkten oder sogar eurem Unternehmen bekommen.

 

Mit diesem Hintergrund stellt sich die Frage, ob ihr eure Marketingstrategie auf den nächsten Level bringen könnt oder vielleicht doch lieber den richtigen Marketingpartner findet. Freelancer Marketeers, sowie Marketingagenturen widmen ihre ganze Zeit der Unternehmenskommunikation und sind deshalb stets am neuesten Stand bezüglich Marketing-Technologien und professionellen Tools, die ihre Arbeit schneller und präziser machen. Noch wichtiger ist, dass die schnelle Entwicklung des World Wide Web einen ständigen Aktualisierungsprozess verlangt, um mit den neuesten digitalen Trends mithalten zu können, es für "Teilzeitarbeiter" so gut wie unmöglich macht mitzuverfolgen, was sich verändert hat.

 

Schlussendlich, muss man zur Kenntnis nehmen, dass die Suche nach einem guten Marketingpartner, der für ein geringes, aber akzeptables Budget arbeitet, nicht einfach ist. Wir würden euch empfehlen, die Wahl eines potentiellen Partners von den bereits kreierten Arbeiten abhängig zu machen. Portfolios sind eines der besten Tools um zu wahren Fähigkeiten einer Agentur oder Profis zu erkennen. Macht keine voreiligen Entscheidungen, bevor ihr dessen Portfolio in Ruhe durchstöbert habt. Außerdem solltet ihr beachten, dass der gewählte Partner eine gutaussehende Webseite und einen guten Ruf hat – auf einem regionalen Level oder sogar auf Google und Facebook.

 

Bereit, den Stein ins Rollen zu bringen? Nehmt den nächsten Schritt und bringt ein wenig Innovation in euren täglichen Arbeitsablauf. Präsentiert euch von der besten Seite!

 


Folgt uns auf Social-Media und seit gespannt, wir werden schon bald mit mehr Artikeln zum Thema Web-Marketing für euch zurück sein!